Ähnlich wie Straßburg liegt auch Colmar in der Nähe des Schwarzwalds und ist somit nur einen kurzen Abstecher entfernt.
Wir waren nun schon mehrfach in Colmar und da bietet sich natürlich die Gelegenheit, euch mal von den, meiner Meinung nach, schönsten Ecken zu berichten und mit diesem Beitrag einen kleinen Einblick zu geben.

Verbringt man ein Wochenende oder besser gesagt zwei Nächte in Colmar, so bietet sich unsere diesjährige Besichtigungsroute an. Der erste Tag eignet sich hervorragend, um von der jeweiligen Unterkunft aus Colmar zu Fuß zu erkunden. Da Colmar eine meiner Meinung nach eher kleine Stadt ist, sind alle Sehenswürdigkeiten fußläufig erreichbar, und erst so bekommt man einen Eindruck von der schönen Umgebung.
Los ging unsere Route dieses Mal am Ibis Styles Colmar Centre, mit schönen Zimmern und einer ruhigen und erholsamen Aussicht auf den Innenhof. Leider wurden einige Zimmer gerade kernsaniert, was die Temperatur im Hotel etwas kühl gestaltete. Bei unserem letzten Besuch wohnten wir in einem Appartement, das auch hervorragend zur Innenstadt lag und den Vorteil einer eigenen Küche bot.
Vom Hotel aus ging es über den Parc du Champ-de-Mars zur Präfektur und weiter entlang schöner Häuser bis zum städtischen Gerichtsgebäude. Direkt daneben liegt der Parc du Château d’eau mit dem Wasserturm und einem Bartholdi-Denkmal, welche definitiv sehenswert sind.


Und wer es noch nicht wusste: Aus Colmar stammt Auguste Bartholdi, ein Bildhauer, der auch der Schöpfer der Freiheitsstatue in New York ist. Aufgrund dessen steht auch eine Miniaturversion auf einem Kreisverkehr etwas außerhalb der Colmarer Innenstadt.
Über den Square Adolphe Hirn ging es weiter nach Petite Venise, auch Klein Venedig genannt, was mit seinem Kanal, den Gondeln und den schönen Häusern entlang des Wassers seiner großen Schwester ähnelt.

Hier ist es natürlich auch etwas touristischer und dadurch auch etwas überlaufen. Jedoch bietet Klein Venedig mit der Markthalle und kleinen Cafés, wie beispielsweise dem MOKKA und dem Blumenladen L´entre-pot mit integriertem Café, auch einige Rückzugsorte, die definitiv einen Besuch wert sind.

Nach einer kleinen Stärkung mit einem leckeren Kaffee geht es weiter die Grand Rue entlang in die Innenstadt von Colmar. Hier kann man sich durch kleine und individuelle Lädchen treiben lassen, einen Abstecher in eine der vielen Boutiquen machen oder die Menschen beim Bummeln beobachten.
Zum Abendessen ging es für uns ins „Little Italy“, ein kleines Stück Italien mitten in Frankreich. Natürlich passt Pizza jetzt nicht unbedingt in die französische Küche, aber die vegetarische Auswahl an Restaurants war leider etwas begrenzt. Jedoch wurden wir nicht enttäuscht und die Pizza überzeugte uns mit einem richtig guten Geschmack.

Und auch bei Nacht ist Colmar definitiv sehenswert und die kleinen Sträßchen und Häuser sind toll beleuchtet. Also ging es mit einem nächtlichen Spaziergang zurück ins Hotel.
Am zweiten Tag bieten sich je nach Wochentag unterschiedliche Optionen. Sollte das Wetter nicht mitspielen und etwas Regen dazwischen kommen, so wie es bei uns an einem der Tage war, dann kann ich das Naturgeschichtliche und Ethnographische Museum empfehlen. Es ist zwar nicht riesengroß, kostet nicht viel Eintritt, bietet aber für jeden, der ein bisschen Interesse an Tieren, Natur oder der Geschichte hat definitiv was zu sehen.


Für eine Stärkung mit typischen französischen Leckereien bietet sich das Café Au Croissant Doré an. Wir haben uns einen leckeren Milchkaffee und Croissants, sowie einen Käsekuchen schmecken lassen.
Bei gutem Wetter bietet sich dann noch einmal ein Spaziergang an der La Lauch entlang und beim Square de la Montagne Verte vorbei. Hier lässt sich ein Kaffee To-Go mit Blick auf das Ancien hôpital de Colmar (ursprüngliche Krankenhaus) genießen.


Ich hoffe ich konnte ein paar Einblicke in die schönen Ecken von Colmar und ein paar Anregungen für euren nächsten Besuch geben. Cordialement et amuse-toi bien!



